Die Daueranlagen: Vom Parkplatz P14 bis zur ERBA-Baumwollspinnerei (Ist-Zustand)

Übersicht über die Daueranlagen (Stadt Wangen, LGL BW)
"Park an der Hochwasserente" (Stadt Wangen 2015)
Bürgerpark (A. Häsler 2015)
Haupteingang zum ERBA-Areal (Stadt Wangen 2015)
ehem. Arbeiterhäuser (ERBA) (Stadt Wangen 2015)

Das Gelände der Daueranlagen

Das Gelände der Daueranlagen (also die Anlagen, die auch nach dem Ausstellungsjahr 2024 noch bestehen bleiben) erstreckt sich entlang der Oberen Argen vom kostenlosen Parkplatz P14 bis zur freien Landschaft Richtung Lottenmühle (Richtung Neuravensburg/Niederwangen). Darin eingeschlossen ist der Park bei der sog. Hochwasserente, der Bürgerpark im Vorderen Ebnet mit Argeninsel und dem Festplatz, der Bereich der ERBA-Baumwollspinnerei, dem Auwiesenweg sowie Teile des Südrings. Die Gesamtanlage umfasst eine Fläche von rund 57 ha.

Im Folgenden wird kurz das Gelände sowie die derzeitige Bestandssituation skizziert (Auszug aus dem Auslobungstext zum landschaftsarchitektonischen und städtebaulichen Realisierungswettbewerb 2013).

Der kostenlose Parkplatz P14 (Hinteres Ebnet)

Der P14 ist der große innenstadtnahe und kostenfreie Parkplatz zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Oberen Argen. Hier kommen viele Marktbesucher und Gäste an und gehen zu Fuß in die Altstadt.

Diese Situation ist als Eingang Richtung Stadt wenig attraktiv, da der Besucher die Gallusbrücke unterqueren muss oder über eine Unterführung auf Höhe des Einkaufszentrums auf die andere Seite der B 32 gelangt.

Der Park an der Hochwasserente

Für den Park gibt es keinen offiziellen Namen. In der Bevölkerung ist dieser auch als „Park an der Hochwasserente“ aufgrund einer Bronzeskulptur, die den historischen Hochwasserstand von 1999 anzeigt, bekannt. Er stellt die Grünverbindung zwischen der Altstadt und den weiteren Freiräumen entlang der Argen dar. Es handelt sich um einen kleinen Naherholungsraum für die Bewohner und Besucher der Altstadt. Fußgängerstege verbinden den Weg entlang der Stadtmauer mit dem Park und den angrenzenden Wohngebieten und dem zentralen Parkplatz P14 am Stadtrand. Bei einem Hochwasser größer HQ50 wird er überflutet, da der Hochwasserschutz zwischen Park und angrenzender Wohnbebauung situiert ist.
Gegenwärtig ist die Stadt mit Fällen von Vandalismus in diesem Park konfrontiert.

Die Argeninsel mit Fischtreppe

Am Argenwehr, unterhalb der Isnyer Brücke, erfolgt die Ausleitung des Triebwerkskanals der Wasserkraftanlage T 8 zur ERBA von der Oberen Argen. Argen und Kanal umfließen die Argeninsel, auf der sich Sporthallen und die Vereinsheime der Sportvereine befinden. Die Insel ist von Westen für PKW erschlossen, auf halber Höhe verbindet ein Weg die Schulen mit den Sportflächen am Vorderen Ebnet. Im Bereich des Argenwehrs ist die Insel bisher nicht erschlossen.

Die Stadtwerke Wangen im Allgäu betreiben einen wesentlichen Teil der Wasserkraftwerke im Kernstadtgebiet entlang der Oberen Argen. Im Zuge der Planung der ökologischen Modernisierung des Argenwehrs zur Herstellung der Durchgängigkeit wurde 2014 ein Umgehungsgerinne gebaut und im Herbst 2014 mit einem Festakt eröffnet. Bei der Maßnahme handelt es sich nicht nur um eine Anlage zum Fischauf- und -abstieg, sondern auch um eine künftige Naherholungsfläche und ein wichtiges Bindeglied für die Fußwege innerhalb Wangens.

Die Freiluftsportanlagen, die nachmittags überwiegend verschlossen ist, sollen für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

Der Festplatz

Große Veranstaltungen in Wangen, wie z.B. das Kinder- und Heimatfest und die Messe „Wangener Welten“, finden auf dem sog. Festplatz, dem benachbarten Parkplatz der Beruflichen Schulen sowie der Argeninsel statt. Die Platzflächen und Hallen werden vom Aumühleweg getrennt.
Grundsätzlich bedarf dieser Bereich einer Neuordnung. Gewünscht wird eine Platzfläche, die sowohl als Parkplatz als auch als Festplatz und als Messegelände nutzbar und als zusammengehörige Einheit und Bestandteil des Schulcampus wahrnehmbar ist. Diese sollte auch attraktive Grünbereiche aufweisen und einen Bezug zu Kanal und Argeninsel herstellen.

Der Bürgerpark

Die zwischen neuem Pflegeheim und Bahndamm entlang der Argen verlaufenden Freiflächen werden als künftiger „Bürgerpark“ in der Planung betrachtet. Aktuell zeichnet sich der Bereich durch die drei Rasensportflächen, den Hartplatz am Südring und die ca. 40 Wohnmobilstellplätze angrenzend an die Argen aus. Für den Spielplatz im Randbereich, der ursprünglich für die benachbarte Wohnsiedlung ´Vorderes Ebnet´ gedacht war, fehlen aufgrund der Entwicklung der Altersstruktur der Anwohner die entsprechenden Nutzer. Durch die umlaufenden Hügel grenzt er sich stark von der Umgebung ab und wird von den Fußgängern des "Argenwegs" nicht wahrgenommen und somit auch wenig genutzt. Der Fußweg führt parallel zur Argen, ohne einen direkten Kontakt zum Fluss herzustellen. Äußerst markant ist das Eisenbahnviadukt von 1890, der ein spannendes Raumgefüge schafft.Zugänge zur Argen sind bisher aufgrund der Höhe des Ufers nicht möglich.

Die ERBA-Baumwollspinnerei und Auwiesensiedlung

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die städtebauliche und soziale Struktur der Stadt Wangen im Allgäu maßgeblich von der Baumwollspinnerei, -weberei und -färberei ERBA mitgeprägt. Hierbei handelte es sich um eine 1863 von Schweizer Unternehmern gegründete Baumwollfabrik, eine spätere Niederlassung der „Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg“ (ERBA), aufgeteilt auf zwei Standorte, südwestlich und östlich der Kernstadt. Die Spinnerei und Weberei der ERBA stellte 1992 ihren Betrieb ein. Seit 2009 befindet sich das Areal der Spinnerei/Weberei im Besitz der Stadt Wangen und kann neu entwickelt werden.

Das ERBA-Gelände, ursprünglich ein Satellit außerhalb der Stadt, verfügte über eine eigene Infrastruktur wie z.B. Arbeiterwohnungen oder ein Altenheim. Die meisten Gebäude der historischen ERBA sind als "Kulturdenkmal Sachgesamtheit Baumwollspinnerei Wangen" denkmalgeschützt, ebenso wie der dazugehörige Hochkanal des auf dem Gelände befindlichen Wasserkraftwerks, der bis heute der Energiegewinnung dient.

Die Auwiesensiedlung zeichnet sich gegenwärtig durch die vielfältigen aber kaum aufeinander abgestimmten Nutzungen (Wohnen, Reithalle, Stadtgärtnerei, Vereine, Wohnungen für Obdachlose …) aus. Auffällig ist zunächst die inselartige Lage des Viertels zwischen Argen, Südring und dem Hochkanal und damit die Trennung von der übrigen Stadt. Der Anteil an Obdachlosen, Asylbewerbern und Familien mit geringem Einkommen ist relativ groß. Dies hat dazu geführt, dass das Viertel vor allem von den restlichen Wangenern als sozialer Brennpunkt wahrgenommen wird, auch wenn die Umfragen unter den Bewohnern gezeigt haben, dass diese Sichtweise so nicht gerechtfertigt ist. Hinzu kommt, dass ein Teil der Wohnbebauung mit Sozialwohnungen in schlechtem baulichen Zustand sind und nicht erhalten werden können.

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl die Baumwollspinnerei als auch die Auwiesensiedlung aufzuwerten und zu einem stadträumlich und sozial integrierten Quartier zu entwickeln. Wichtige Meilensteine um dieses Ziel zu erreichen, können im Zuschlag zur Landesgartenschau 2024 sowie Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ im Jahr 2010 gesehen werden.

Das die ERBA-Baumwollspinnerei auch von nationaler Bedeutung ist, zeigen die beiden Bundesförderprogramme. Mithilfe von insgesamt 3,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln werden die südwestlich gelegene´Neue Mitte ERBA-Quartier´ am ERBA-Kamin hergerichtet und der östlich gelegene ´Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen´. Näheres können Sie unter folgendem Link nachlesen:

- ´Neue Mitte ERBA-Quartier´

- ´Platz für die Jugend und Begegnung der Generationen´

Den aktuellen Rahmenplan zu den Entwicklungsmaßnahmen zur Landesgartenschau 2024 finden Sie hier.

 

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